Auf dieser Seite finden Sie:
Infos zu Testberichten von Verbraucher-Magazinen
Unsere Favoriten im Produktvergleich
Häufig gestellte Fragen & alle relevanten Infos

Zuletzt aktualisiert:

Im ersten Teil unseres Beitrags informieren wir ob es einen 3D Drucker Test von großen Verbrauchermagazinen gibt. Im zweiten Teil finden Sie einen eigens von uns erstellten 3D Drucker Vergleich. Die Geräte werden auch oft als 3D Printer bezeichnet.

Direkt zu Teil 1: Testberichte Direkt zu Teil 2: Produktvergleich

 

Zur Einleitung ein kurzes Youtube-Video zum Thema 3D-Druck:


3D Drucker drucken ein digitales Objekt aus. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Verfahren: Die einen lassen Harz mit Hilfe von Laserstrahlen an der richtigen Stelle aushärten, andere wiederum sintern Metallpulver mit Laserstrahlen und wieder andere schmelzen Kunststoff auf. Sie alle arbeiten Schicht für Schicht.

Die bezahlbaren und im Heimbereich nutzbaren Drucker beschränken sich auf die mit Kunststoff-Extruder (FDM oder auch FFF) und die mit Kunstharz (SLA). Wir beschränken uns in diesem Vergleich auf die kostengünstigen und eigentlich schon massenmarkttauglichen FDM Drucker: Diese arbeiten mit einem Kunststofffilament, welches von einem Extruder aufgeschmolzen und schichtweise aufgetragen wird.

Innerhalb der FDM Printer gibt es wieder mehrere Unterscheidungen hinsichtlich der Achsen und Freiheitsgrade, doch das das geht zu weit ins Detail.

3D Drucker Test-Übersicht

OrganisationBesteht ein 3D Drucker Test?
Stiftung WarentestNein, bisher ist bei der Stiftung Warentest kein 3D Drucker Test vorhanden.
ÖKO-TESTNein, leider gibt es auch bei ÖKO-TEST keinen 3D Drucker Test.
Konsument.atNein, es besteht kein 3D Drucker Test.
Ktipp.chNein, wir konnten hier keinen 3D Drucker Test finden.

Ein 3D Drucker Test mit einer Vielzahl an verschiedenen Produkten würde bei der Wahl des richtigen Gerätes sehr helfen. Wir haben uns deshalb bei den oben gelisteten Verbrauchermagazinen umgesehen. Sollten wir nichts gefunden haben wurde das in der Tabelle ebenfalls angegeben.

Leider konnten wir noch keinen 3D Drucker Test finden, bei keinem der großen Portale. Der Grund ist wohl der, dass die Technologie noch zu neu und nicht massentauglich ist. Die Geräte sind noch immer recht teuer und nur mit entsprechenden Kenntnissen und Programmen zu bedienen.

Auf Youtube haben wir einen 3D Drucker Test von Galileo gefunden:

 


3D Drucker Vergleich: Geeetech, Flashforge & weitere

Wir wechseln nun zu unserem 3D Drucker Vergleich den wir auf Basis von öffentlich verfügbaren Produktinformationen und bestehenden Kundenrezensionen erstellt haben. Die 3D Drucker wurden von uns nicht in der Praxis getestet. Die wichtigsten Kriterien für unsere Beurteilung finden sie rechts neben dem Produktbild.

Bei 3D Druckern gibt es viele Eigenschaften, die man bezüglich eines Vergleichs adressieren kann. Wir beschränken uns auf die wichtigsten. Das wäre zunächst einmal die minimale Schichthöhe, mit der man minimal drucken kann. Sie bestimmt letztlich, wie fein die Auflösung des Druckers ist. Bei einer Schichthöhe von 50 micron (das sind 0,05 mm) sieht man schon keine Schichten mehr.

Nur wenige Drucker erlauben diese Auflösung. Neben der Schichthöhe zählt auch, wie groß das Druckbett bzw. der maximal nutzbare Druckraum ist. Dieser bestimmt die maximale Größe eines Objekts, das man drucken kann. Ebenso geben wir an, welche Filamente unterstützt werden: Da gäbe es PLA, ABS, PETG und viele weitere Filamente. Professionelle Drucker drucken beispielsweise mit PEI oder PEEK (industrielle Fertigung von Spritzgussformen).

Wir listen zudem auf, ob es sich bei dem Drucker um einen Bausatz handelt, ob er aus dem Open-Source Bereich kommt und welche Schnittstellen er bietet: Die meisten Drucker drucken über eine SD Karte. Wichtig ist ebenso, ob es sich um einen Direktantrieb oder einen sogenannten Bowden-Antrieb für das Filament handelt. Letzterer lässt höhere Druckgeschwindigkeiten zu, macht aber beim Drucken von flexiblen Materialien Probleme. Die folgenden Drucker haben wir im Vergleich:

  • Flashforge Creator Pro
  • Geeetech Acrylic Prusa I3 Pro B
  • Anycubic Prusa I3
  • Ultimaker UM2
  • Flashforge 1169
  • Dremel 3D40 Idea Builder
  • MakerBot Europe GmbH & Co. KG Replicator 5. Generation

Kaufempfehlung: Flashforge – Creator Pro

Angebot
Kaufempfehlung 3D Drucker Test Marke: Flashforge
Farbe: Schwarz
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 225 x 145 x 150 mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Nein
Bowden- oder Direktantrieb: Direkt
Unterstützte Filamente: ABS, PLA
Eigenschaften: 0,4 mm Düse, 22,6 kg Gewicht

Die Kaufempfehlung im Vergleich ist der Creator Pro von Flashforge. Der Drucker ist verhältnismäßig günstig und hat dabei gute Eigenschaften. Er wird komplett geliefert, man muss nichts zusammenbauen. Hinsichtlich der Einfachheit grenzt der Drucker an ein echtes Consumer-Gerät und ist im Prinzip ein Ausdruck für die endlich beginnende Massentauglichkeit von 3D-Druckern. Das Besondere hier ist der duale Extruder, dank dem zwei Farben gleichzeitig gedruckt werden können. Bewertung: Ein guter Drucker zu einem guten Preis für alle, die keinen Bausatz möchten.


Preistipp: Geeetech – Acrylic Prusa I3 Pro B

Angebot
 3D Drucker Testergebnis Marke: Geeetech
Farbe: Schwarz
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 200 x 200 x 180mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Ja
Bowden- oder Direktantrieb: Direkt
Unterstützte Filamente: PLA, ABS
Eigenschaften: CE und FCC zertifiziert, SD Karte, Acryl-Rahmen

Der Acrylic Prusa I3 Pro B von Geeetech ist extrem günstig und nicht nur daher unser Preistipp: Der Drucker entstammt der Open-Source RepRap Bewegung und ist dem großen Original Prusa i3 nachgebildet. Zu dem Prusa i3 werden wir am Ende des Vergleichs noch ein paar Worte verlieren. Dieser Drucker hier ist im Vergleich das Beste, was man für wenig Geld bekommen kann. Natürlich muss man sich etwas auskennen, doch wer früher viel mit Lego gespielt und sich für Technik interessiert, der bekommt den Zusammenbau dank der ausführlichen Anleitung hin. Bewertung: Sehr günstiger RepRap Drucker als Bausatz!


Anycubic – Prusa I3

Angebot
Marke: Anycubic
Farbe: Schwarz
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 200 mm x 200 mm x 160 mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Ja
Bowden- oder Direktantrieb: Direkt
Unterstützte Filamente: PLA, ABS
Eigenschaften: Alle-in-one Anycubic Hauptplatine, MK8 Extruder mit 42mm großen Drehmoment, Wärmedämmung Baumwolle, Turbo-Lüfter

Der Prusa i3 von Anycubic ist wie unser Preistipp auch ein Prusa i3 Klon, der jedoch etwas teurer als der von Geeetech ist. Dennoch ist der Preis auf einem sehr günstigen Niveau. Auch hier liegt die minimale Schichthöhe bei 100 micron. Bewertung: Eine etwas teurere Alternative zu unserem Preistipp.


Ultimaker – UM2 3D-Drucker

Marke: Ultimaker
Farbe: Weiß
Minimale Schichthöhe: 20 micron
Druckraum: 23 x 22,5 x 20,5 cm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Nein
Bowden- oder Direktantrieb: Bowden
Unterstützte Filamente: ABS, PLA und weitere gemäß eigener Einstellungen
Eigenschaften: WiFi, USB

Der UM2 von Ultimaker ist für viele das Non-Plus-Ultra im Consumer-Bereich. Der Drucker löst mit maximal 20 micron in der Höhe auf und erreicht dank Bowden-Antrieb sehr hohe Geschwindigkeiten. Der Preis ist dafür jedoch wirklich extrem hoch. Im Vergleich zu DIY Bausätzen bekommt man ähnlich gute oder bessere Drucker für einen Bruchteil des Preises. Doch wir müssen Ultimaker Recht geben: Massenmarkt-taugliche Geräte gibt es mit diesen Spezifikationen selten und wenn dann nur in einer ähnlichen Preiskategorie. Bewertung: Sie suchen ein Maximum an Qualität und Genauigkeit? Dann sind Sie hier richtig – insofern Ihr Geldbeutel mitspielt.


Flashforge – 1169

Marke: Flashforge
Farbe: Rot
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 140 x 140 x 140 mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Nein
Bowden- oder Direktantrieb: Direkt
Unterstützte Filamente: ABS, PLA
Eigenschaften: 3,5 Zoll Touchscreen, eingebauter 4 GB Speicher

Ein weiterer Drucker von Flashforge, diesmal jedoch mit kleinerem Bauraum und deutlich günstigerem Preis: Der 1169. Der Drucker ist so ziemlich das günstigste, was man im Endkunden-Bereich abseits der Bausätze bekommen kann. Die minimale Schichthöhe beträgt 100 Micron.  Bewertung: Wenn Ihr handwerkliches Geschick recht klein ist, dann ist der 1169 von Flashforge genau richtig.


Dremel – 3D40 Idea Builder

Angebot
Marke: Dremel
Farbe: Blau, Grau
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 170 x 225 x 155 mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Nein
Bowden- oder Direktantrieb: Direkt
Unterstützte Filamente: ABS, PLA
Eigenschaften: Farb-Touch-Display, USB und WLAN, Sichtfenster und Warnfunktion, wartungsfreier Druckkopf mit Verstopfungserkennung, automatischer Druckstopp

Der 3D40 Idea Builder von Dremel ist Ihnen vielleicht live aus dem Baumarkt bekannt – in größeren Bauhäusern steht ein solcher Drucker in Aktion. Der Drucker steht gegenüber unserer Kaufempfehlung von Flashforge in derselben Preisklasse zwar ohne zweiten Extruder da, kann dafür aber durch eine Verstopfungserkennung überzeugen. Das wird Ihnen viele Fehldrucke ersparen. Bewertung: Ein solider Drucker mit gewisser Intelligenz und Einzelhandels-Verfügbarkeit – wenn es kein Dual Extruder sein muss, dann reicht dieser Drucker.


MakerBot – Replicator 5. Generation

Marke: MakerBot
Farbe: Schwarz
Minimale Schichthöhe: 100 micron
Druckraum: 252 x 199 x 150 mm
DIY-Kit bzw. Bausatz: Nein
Bowden- oder Direktantrieb: Wsl. direkt
Unterstützte Filamente: PLA, ABS
Eigenschaften: Smart Extruder, neues eigenes Dateiformat, modernes Design

Der MakerBot Replicator ist an und für sich ein sehr guter Drucker, der vor allem durch die einfache Bedienbarkeit auffällt. Gegen den Drucker spricht der Preis bei der gebotenen Technik. Zudem macht das neue Dateiformat und die Cloud-Bindung Probleme bzw. nimmt die Flexibilität. Bewertung: Ein teurer Drucker, den wir nur dann empfehlen, wenn man auf eine besonders einfache Handhabung Wert legt.


Häufig gestellte Fragen zu 3D Printern:

Gibt es 3D Drucker Bausätze? Vorteil?

Ja, es gibt 3D Drucker Bausätze. Es gibt hierbei mehrere Vorteile, aber auch Nachteile. Ein Vorteil ist beispielsweise, dass man die bessere Technik für das gleiche Geld bekommt. Außerdem ist man hinsichtlich zukünftiger Modifikationen sehr flexibel und kann den Drucker selbst reparieren – denn schließlich versteht man jedes kleinste Teil und dessen Funktion. Natürlich muss man für den Zusammenbau etwas handwerkliches Geschick mitbringen.

Ein sehr guter Bausatz, den wir empfehlen können, ist der Original Prusa i3 MK2(S). Der Drucker stammt von einem der RepRap Entwickler und ist die Vorlage für sehr viele Klone. Josef Prusa entwickelt den Drucker ständig weiter und garantiert dabei, dass jede neue Entwicklung per Upgrade gekauft werden kann. Das neuste Upgrade ist beispielsweise MultiColor Print mit bis zu 4 Farben.

Des Weiteren ist der Bauraum mit 20 x 21 x 25 cm größer als bei allen anderen hier im Vergleich. Auch die minimale Schichthöhe von 50 micron kann sich sehen lassen. Zu guter Letzt unterstützt der Drucker auch noch alle möglichen Materialien von PLA und ABS über PET(G) bis hin zu Bamboofill oder anderen exotischen Filamenten. Übrigens gibt es den Drucker nicht nur als Bausatz, sondern auch fertig montiert.

Nachfolgend noch ein Video zum Orusa I3 Hephestos:

Gibt es einen 3D Drucker Test der Stiftung Warentest?

Nein, es gibt keinen 3D Drucker Test der Stiftung Warentest. Wenn sich die Technik aber weiter so schnell entwickelt werden sicher schon bald 3D Drucker auf den Markt kommen die auch von weniger Technik-Begeisterten Personen bedient werden können. Zu diesem Zeitpunkt wäre ein Test von einem großen Verbraucher-Journal dann eher vorstellbar.

Druck-Vorlagen?

Druckvorlagen gibt es im Internet als 3D-Objekt Datei. Die gängigste Variante hier ist ein sogenanntes .stl-File. Auch .obj-Dateien sind gängig. Im Professionellen Bereich trifft man auf OLE2 (Inventor) oder andere proprietäre Dateiformate. Wer im CAD nicht fit ist, der kann sich fertige Modelle auf diversen Plattformen herunterladen. Sehr bekannt ist beispielsweise thingiverse.com oder pinshape.com

Professioneller ist zum Beispiel die Seite grabcad.com. Wer freie CAD Software sucht ist im technischen Bereich mit FreeCAD gut beraten. Beim Modellieren hilft das Freeware Programm Meshmixer von Autodesk. Wer überhaupt gar keine Erfahrung hat, fängt am besten mit dem Windows-eigenen CAD Programm namens 3D Builder an.

3D-Druck aus Metall? Geht das?

Ja, das geht. Das dazu nötige Druckverfahren ist das selektive Laserschmelzen (SLM). In der Einleitung haben wir es schon angesprochen: Hierbei wird mittels Laserstrahl schichtweise Metallpulver gesintert. Die entsprechenden 3D Drucker für Metalldruck sind jedoch sehr teuer und nur für die gewerbliche Nutzung geeignet. Passend dazu ein Video von Youtube:

3D Drucker kaufen – Wie vorgehen?

Beim Kauf eines 3D Druckers hält man sich am besten an diese 3 zentralen Schritte:

  • Wie groß soll der Bauraum sein?
  • Wie klein soll die minimale Schichtdicke sein?
  • Bausatz oder fertig montiert?

Die Größe des Bauraums bestimmt die maximale Größe eines zu druckenden Objekts. Andere legen die Priorität auf eine hohe Druckauflösung bzw. eine niedrige Schichthöhe. Sie müssen sich zudem entscheiden, ob Sie den Drucker selbst zusammenbauen wollen. Je höher die Auflösung, je größer der Bauraum und je mehr Vormontage vorhanden ist, desto höher ist der Preis.

3D Drucker mit extrem hoher Auflösung

Im Consumer oder besser Prosumer Bereich greifen Sie hier am Besten auf einen SLA Drucker zurück. Derartige Drucker bauen das Objekt schichtweise durch das Lichthärten eines Kunstharzes auf. Die Auflösungen sind hier phänomenal hoch: Schichthöhen von bis zu 5 micron (!) und Laser-Spots bis zu 0.023 mm bzw. 585 dpi sind möglich!

Zur Erinnerung: Beim FFF bzw. FDM Drucker geht es praktisch nicht unter 20 micron Schichthöhe und 100 micron Düsendurchmesser. Leider ist das Bauvolumen von SLA Druckern klein und sie sind sehr teuer.


Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren: