Smart Home: Erklärung & Anwendungsbeispiele

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Sicher haben Sie in der heutigen Zeit bereits öfters einmal den Begriff des Smart Home gehört. Logisch, sonst wären Sie wahrscheinlich gar nicht hier. Steigen wir dennoch von ganz vorne ein, mit einer Definition des Begriffes.

Smart Home: Eine Definition

Der Begriff Smart Home steht für mehrere unterschiedliche technische Systeme für Wohnräume, die sich eine Erhöhung der Lebensqualität, der Sicherheit oder der Energieeffizienz zum Ziel setzen.

Die Systeme und Sensoren (Bewegungsmelder, Schalter, Messgeräte, …) sind geprägt durch kabelgebundene oder drahtlose Vernetzung und kommunizieren auch untereinander. In der Regel sind sie über eine App oder ein anderes System mit entsprechender Benutzerschnittstelle (fern-)steuerbar. Zu den bekanntesten Steuergeräten gehören die „Echo“ Geräte von Amazon und „Google Home“. Jedes Gerät und praktisch sogar jedes Bauelement des Wohnhauses/Wohnraums kann Teil eines Smart Home sein.

Beispiele sind LED Lampen, die per App gesteuert beliebige Farben darstellen können. Phillips Hue Light oder auch die günstigeren Yeelights von Xiaomi sind prominente Beispiele dafür. Dank TV Werbung kommt der Begriff des Smart Home jetzt aber bei jedem richtig an: Die Amazon Werbung für Alexa kennt sicher fast jeder, ebenso inzwischen auch die Werbung für das Konkurrenzprodukt Google Home.

Die einzelnen Komponenten, hier also beispielsweise Yeelight und Alexa, können je nach Unterstützung miteinander verknüpft werden. So lassen sich die Lampen über Alexa’s Sprachsteuerung fernbedienen. Ein solches System, eventuell noch mit vernetzter Musikanlage und angeschlossenen Multiroom Lautsprechern (oder einem smarten AV-Receiver), ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs.

Sie kennen sich noch nicht aus und suchen einen Einstieg? Schauen Sie sich dieses Video an:

Smart Home macht auch vor Türen und Fenstern nicht halt

Tiefer geht die Vernetzung der Fenster, der Heizungsanlage(n), der Solaranlage und all den weiteren Bauelementen im Haus. Am Besten plant man das bereits beim Bau des Hauses mit ein. Selbst Türen können „intelligent“ bzw. „smart“ werden und beispielsweise dem System ihren Zustand melden – oder sich automatisch öffnen und schließen.

Jedes Gerät kann Teil eines Smart Home sein

Ja, wirklich jedes. Damit meinen wir nicht nur Kühlschränke, Staubsauger und Waschmaschinen, sondern auch Toaster oder Wetterstationen. Auch Videokameras sind oft Teil eines Smart Homes, dasselbe gilt für Stereoanlagen und viele weitere Teilsysteme bzw. Geräte. Der schon seit langer Zeit beliebte Smart TV kann beispielsweise per Spracheingabe dazu beauftragt werden eine bestimmte Serie abzuspielen.

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Auch das gibt es: Autonom fahrende Rasenmäher, sogenannte Mähroboter

Bosch, RWE, Telekom und Co: Alle von Smart Home betroffen

Entsprechend sind praktisch alle Hersteller von Bauteilen oder Geräten für Endnutzer am Wandel hin zu Smart Home beteiligt. Das Baugewerbe ist hierbei ebenso betroffen wie der Maschinenbau (Bosch, …), der Energiesektor (RWE, EnBW, E.on, …) und die Telekommunikation (Telekom, …). Man darf gespannt sein was in den nächsten Jahren alles an Neuerungen auf uns zukommt.


Das Ziel der besseren Lebensqualität

Dass es so viele Geräte gibt und die ganze Industrie seit Jahren mit Smart Home zu tun hat, ist soweit schön und gut. Aber in wie weit bringt das mehr Lebensqualität, das eigentliche Ziel des intelligenten Heims? Warum soll mein Toaster intelligent sein? Brauche ich eine automatische Tür oder Lichter, die ich per Smartphone steuern kann?

Zu aller Erst: Nein, das brauchen Sie nicht. Natürlich können Sie auch für die nächsten Jahrzehnte noch manuell das Licht anschalten. Sogar den Toaster dürfen Sie noch eine Weile selbst bedienen. Letztlich ist SmartHome noch nicht etabliert.

Die Zukunft aber wird ohne intelligente Häuser nicht mehr auskommen. In Zukunft wird der Kaffee schon bereitstehen, wenn wir morgens in die Küche kommen. Denn das Fitness-Armband hat schon 5 Minuten vor dem Aufwachen erkannt, dass unser Schlaf gleich vorbei ist. Schnell ist der Kaffeemaschine dann signalisiert worden, einen Kaffee zuzubereiten. Unseren Lieblingskaffee natürlich, nicht den des Partners. Ja, auch darin wird das intelligente Wohnen unterscheiden können.

Weiter geht es mit einem Kühlschrank, der automatisch gefüllt wird. Einer Haustür, die für den Postboten automatisch öffnet (ja, das ist in den USA schon Realität, siehe hier: Link).


Smart Metering und Smart Home

Smart, smart, smart. In diesem Themenbereich ist das wohl ein absolutes Trendwort. Intelligente Strom- und Wasserzähler sind also auch „smart“ und finden sich im Rahmen von sogenannten Smart Metering Angeboten von Energiekonzernen. Der Vorteil für EnBW, RWE, E.On und Co. ist klar: Der Strombedarf kann viel genauer vorhergesagt werden, zudem lassen sich die Kundenprofile und damit die Werbung bzw. das Marketing verbessern.


Smart Home System DIY

Wenn Sie selbst nicht nur ein Konsum-Interesse haben, sondern technisch interessiert und versiert dem intelligenten Heim begegnen wollen, dann können wir Ihnen mehrere Einstiegspunkte nennen. Mit FHEM, einem offenen System zum Management der zu Hause vernetzten Geräte, können Sie Ihr Heim selbst konfigurieren und programmieren: Link. Zudem sollten Sie sich in der Entwicklung mit dem Raspberry Pi und/oder dem Arduino auskennen. Der Einstieg in diese Plattformen ist vergleichsweise einfach!

Smart Home

Smart Home Skizze zeigt Möglichkeiten


Smart Home in der Kritik

Natürlich sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Dennoch gibt es selbstverständlich auch Nachteile. Ganz ähnlich wie beim Social Network haben wir unsere Privatsphäre ein Stück weit aufgegeben, um den Vorteil der sozialen Interaktion auf digitalem Wege zu bekommen.

Der Komfort-Vorteil des Smart Homes wird ebenfalls durch eine Öffnung der Privatsphäre begleitet, denn die Hersteller kontrollieren Ihre Geräte. Oft läuft die Kommunikation über deren Server. Andersherum existieren Gefahren durch Hacker bzw. unsichere Systeme.

Gerade diese Gefahr ist größer als Sie vielleicht denken. Hersteller abseits des IT-Sektors kennen sich in Sachen IT-Security nicht aus und legen (unter anderem deshalb) auch wenig Wert darauf. Aber gerade diese Hersteller bauen Smart Home Geräte! Zugegeben, das Sicherheitsbewusstsein ist gestiegen, aber dennoch ist das Risikopotential vergleichsweise hoch.

Je stärker die Vernetzung, desto schlimmer sind dabei die Auswirkungen. Keiner will, dass ein Hacker die eignen Türen über das Internet aufschließt, das Licht ausschaltet oder beispielsweise die Kameras steuert. Letztlich liegt die Entscheidung bei Ihnen. Wir würden kritische Geräte heute noch nicht im intelligenten Heim vernetzen.

Teure Produkte oder selber vernetzen

Das intelligente Heim ist vor allem eins: Teuer. Wer es wirklich auf die Spitze treiben möchte, kann hier sehr viel Geld ausgeben. Günstiger gibt es vor allem die bereits ansatzweise etablierten Teilsysteme, wie intelligente Thermostate oder Lichter. Im nachfolgend eingefügten Youtube Video wird das Thema deutlich erklärt:

Smart Home: Erklärung & Anwendungsbeispiele
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