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Sensorgrößen bei Kameras – APS-C-Sensoren im Fokus

Eine Digitalkamera fängt Licht über einen Bildsensor ein. Das Licht wird in Datenpakete umgewandelt, aus denen sich die Fotografie ergibt. Der Bildsensor ist damit das Herz einer jeden Kamera und die Sensorgröße hat Auswirkungen auf ihre Handhabung und auf die Qualität der Bilder. Die verschiedenen Bildsensorformate sind abhängig von der Art der Fotografie unterschiedlich gut geeignet.

Zu den verbreitetsten Formaten gehört das Advanced Photo System Typ-C – kurz APS-C. Diese Systeme sind in spiegellosen Kameras, aber auch in digitalen Spiegelreflexkameras zu finden. Doch worin genau liegen die Vor- und Nachteile des Sensors und wie unterscheidet er sich von anderen Formaten wie dem Vollformat?

kamera aps c sensor

Vollformat für Profis und APS-C für Hobbyfotografen – gilt dieses alte Credo noch oder ist es überholt?

Was ist APS-C?

Die Abkürzung ist nach dem Advanced Photo System aus den 1990er Jahren benannt. Die Bildgröße des ursprünglichen APS-Formats betrug 16 x 30,2 Millimeter du war damit kleiner als das übliche Vollbildformat. Ein digitaler APS-C-Sensor produziert mit 15,6 x 23,5 Millimetern wiederum kleinere Bilder als das ursprüngliche APS-Filmformat. Daher wird der APS-Sensor auch gerne als „beschnittener Sensor“ bezeichnet. Wie der Sensor die Bilder zuschneidet, hat Auswirkungen auf die Art des Fotos, das produziert wird.

Charakteristika von mit APS-C-Sensoren erzeugten Bildern:

Seitenverhältnis: Ein APS-C-Sensor entspricht dem klassischen Seitenverhältnis von 3:2. Aber er erzeugt Bilder mit kleinerer Fläche und engerem Blickwinkel.

Crop-Faktor: Ein APS-C-Sensor vergrößert das beschnittene Bild derart, dass das Sichtfeld dem einer Vollformat-Kamera entspricht. Dieser sogenannte Crop-Faktor („Beschneidungsfaktor“) vermittelt dem Betrachter den Eindruck, näher am Motiv zu sein. Zudem wirkt der Hintergrund des Bildes schärfer. Damit entsteht ein anderer Fotostil als bei einem Vollformatsensor. Der Crop-Faktor kann abhängig vom Hersteller der Kamera variieren.

Schärfentiefe: Bilder von Kameras mit APS-C-Sensor zeichnen sich durch eine besondere Schärfentiefe aus. Dies erleichtert die bildfüllende Abbildung eines weit entfernten Motivs. Damit werden Kameras mit APS-C-Sensor zu einem perfekten Tool für das Fotografieren bei Großveranstaltungen, Straßenmotiven oder Wildtieren – also für alle Motive, an die man als Fotograf schwer dicht herankommt.

APS-Sensoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen wie High Definition (APS-H), Panorama (APS-P) und eben in der klassischen (classic) Variante (APS-C).

Sensorgroesse kamera

Mit einem APS-C-Sensor ergibt sich ein vollkommen anderer Fotografiestil als bei anderen Formaten. 

APS-C vs. Vollformat

Früher galt: Vollformat-Kameras werden von Vollprofis genutzt, APS-C-Kameras sind für Hobbyfotografen geeignet. Dies rührte daher, dass bei alten Kameramodellen die Sensorgröße und damit die Handlichkeit der Kamera auf Kosten der Qualität ging.

Doch Unterschiede in der Qualität sind bei aktuellen Kameramodellen kaum noch auszumachen, obwohl Kameras mit APS-C noch immer kleiner, kompakter und handlicher sind als Vollformatkameras, wie auf dieser Seite nachgelesen werden kann. Die Kameras mit jenen Sensoren haben damit enorm aufgeholt. Ein Manko gibt es jedoch noch: Aufnahmen bei schwachen Lichtverhältnissen sind von geringerer Qualität als bei Vollformatkameras.

Im Grunde genommen kann man sagen, dass sich Vollformat-Kameras und Kameras mit APS-C-Sensor jeweils für leicht unterschiedliche Anwendungen besser eignen und jede ihre eigenen Vorteile hat.

Bildqualität

Ein Vollformat-Sensor bietet in der Regel eine höhere Auflösung als das Pendant. Denn die Sensoren sind größer bei der gleichen Anzahl an Pixeln. Sie können damit mehr Licht einfangen und sind für schlechte Lichtverhältnisse besser geeignet bei insgesamt höherer Bildqualität. Allerdings ist der Qualitätsvorsprung nicht mehr so groß, wie er einmal war und einige Kameras mit APS-C-Sensor haben mittlerweile sogar einen besseren Dynamikbereich als ein Pendant mit Vollformat. Hier findet man weitere Infos zum Dynamikumfang. 

Sichtfeld

Vollformatkameras verfügen über ein größeres Sichtfeld. Damit eignen sie sich besser für Weitwinkelaufnahmen beispielsweise bei Landschaftsfotografien. Die Schärfentiefe kann direkt gesteuert werden.

Schärfentiefe

Durch die bereits erwähnte große Schärfentiefe eines APS-C-Sensors ist es möglich, die Vergrößerung von Teleobjektiven optimal zu nutzen. Die mit diesem Sensor ausgestattete Kamera wird damit ideal für alle, die Ereignisse, Gegenstände oder Lebewesen aus der Ferne ablichten wollen und sie ist hervorragend für Makroaufnahmen – für Nahaufnahmen von kleinen Motiven – geeignet. Dafür erhält man mit einer Vollformat-Kamera ein weicheres Bokeh, was sie vor allem für die Portraitfotografie beliebt werden lässt.

Handhabung

Für unterwegs bieten APS-C-Kameras bzw. -Objektive einen großen Vorteil. Sie sind leichter, handlicher und damit auch unauffälliger als Vollbildkameras. Wer in einem Umfeld fotografiert, das Mobilität, Flexibilität und leichte Tragbarkeit erfordert, wird eine Kamera mit APS-C-Sensor bevorzugen. Darum werden sie besonders gerne für Straßenfotografien verwendet. Darüber hinaus verbraucht der Sensor aufgrund der kleineren Bildfläche weniger Energie als der Sensor einer Vollformat-Kamera. Dies bringt längere Akkulaufzeiten mit sich – ein weiterer Pluspunkt für den Einsatz einer APS-C-Kamera unterwegs. Und: Serienaufnahmen sind in einer Spitzengeschwindigkeit möglich.

Kosten

Gerade wer sich als Hobbyfotograf zwischen einer APS-C-Kamera und einer Vollbildkamera entscheiden will, wird dabei auch den Kostenfaktor im Blick haben. Vollformat-Kameras und Vollformat-Objektive sind in der Regel nicht nur sperriger, sondern auch teurer.

Fazit

Die Frage nach APS-C oder Vollformat ist eine Frage der Prioritäten. Wer in einem Umfeld fotografiert, dass eine schnelle und leichte Handhabung sowie Mobilität und Flexibilität erfordert, wird eine APS-C-Kamera bevorzugen.

Diese hat des Weiteren den Vorteil im Vergleich günstiger zu sein. Damit ist sie auch für Fotografie-Einsteiger meist die Kamera erster Wahl und hervorragend geeignet, um das neue Hobby auszutesten.

Abhängig vom genauen Einsatzbereich der Kamera wird jedoch auch ein Profi einer Kamera mit APS-C-Sensor den Vorzug geben. Denn die Zeiten, in denen es hieß, jenes Format ist per se schlechter als ein Vollformat-Sensor, sind vorbei.


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