Mobilfunkstandards: Unterschiede GSM, GPRS 2G, UMTS 3G, LTE 4G

In Deutschland und weltweit gibt es unterschiedliche Mobilfunkstandards. Das ist beispielsweise wichtig, wenn Sie ein Handy bzw. ein Smartphone kaufen. Kaufen Sie es in Deutschland und nutzen es für den deutschen Markt, müssen Sie sich in der Regel keine Gedanken um die Kompatibilität machen.

Dennoch: Wer beispielsweise Mobile Wlan Router kauft, sollte sich auskennen. Wir geben in diesem Beitrag eine Hilfestellung und erklären die wichtigsten Mobilfunkstandards.


Geschichte der Mobilfunkstandards & Abkürzungen

Mit Beginn der mobilen Kommunikation wurde ein einheitlicher Standard zur Übertragung geschaffen. Dieser entwickelt sich ständig weiter bzw. neu, um den neuen Anforderungen der höheren Übertragungsleistung gerecht werden zu können.

Begonnen hat das Ganze mit dem sogenannten A-, B-, und C-Netz. Im Jahr 1958 (A-Netz) wurde bis hin zum C-Netz 1986 analog übertragen. Während beim A-Netz noch per Hand verbunden wurde, konnte man beim B-Netz selbst wählen. Jedoch brach der Funkkontakt beim Übergang von einer in die nächste Funkzelle ab. Das passierte mit dem C-Netz nicht mehr. Das alles sammelt sich unter der Abkürzung 1G.

Bei 2G, dem Nachfolger, wurde der international genutzte GSM Standard umgesetzt. Mit einer Bandbreite von 9,6 oder 14,4 kbps konnte man sogar bereits ins Internet (welches zu Zeiten von 1G ohnehin praktisch nicht existierte). 2G wurde im Jahr 1992 eingeführt.

Mobilfunkstandards

Alte Handys

Es folgte 2.5G und 2.75G. Letzteres ist unter Edge bekannt. Die meisten kennen es, wenn beim Datenbalken im Smartphone ein kleines E eingeblendet ist. Mit bis zu 150 kbps lässt es sich hier surfen. Bei 2.5G, dem GPRS Standard, wurde hingegen nur eine Bandbreite von max. 55 kbps erreicht.

Mobilfunkstandards: Der Unterschied zwischen 3G und 4G

Danach kam, natürlich, 3G. Auch das kennen die meisten, weil es bei den Empfangsbalken eingeblendet wird. Viele wissen, meist sogar durch Ausprobieren, dass 3G viel schneller und besser ist als E.

Wie schnell ist 3G?

Dank UMTS (3G) sind Sie hier mit max. 384 kbps im Internet unterwegs. Mit 3.5G im Jahr 2006 kam man auf 42 Mbps.

Bei 4G, welches bei Smartphones ab ca. 2010 ebenfalls manchmal eingeblendet wird, sind Sie im sogenannten LTE Netz. Die Übertragungsgeschwindigkeit liegt hier bei 50 Mbps. Diesen Standard verwenden auch LTE Router. Würde man die Frequenzbänder bündeln, wären theoretisch auch Geschwindigkeiten bis hin zu 500 Mbps möglich. Hier ist von 4.5G die Rede.

Mobilfunkstandards

Neues Smartphone mit 4G

Die zukünftige Generation im Bereich Mobilfunkstandard heißt, wer hätte es gedacht, 5G. Im asiatischen Raum wie beispielsweise in Südkorea, treibt man das stark voran. Auch LTE bzw. 4G wurde hier viel schneller umgesetzt als bei uns: Bei uns wird es mit 5G deshalb wohl noch ein Weilchen dauern. 2020 rechnet man mit der Einführung.

Wird es 2G in absehbarer Zeit nicht mehr geben?

Kurz und knapp: 2020 wird es nicht nur das 2G Netz nicht mehr geben, sondern auch das 3G Netz wird abgeschaltet: Link. Wieder sind wir hintendran. In Japan und Südkorea wurden die 2G Netze bereits abgeschaltet.