Interne SSD Test: Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW

Bei der Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW handelt es sich um eine M.2 SSD mit NVMe bzw. PCIe Schnittstelle. Entgegen der SATA Schnittstelle ermöglicht das besonders hohe Datentransferraten. Wir zeigen euch in diesem Erfahrungsbericht, wie gut die SSD in Wirklichkeit ist. Dazu nehmen wir die subjektive Einschätzung ebenso zu Hilfe wie durch zwei Tools ermittelte Fakten.

Die SSD hat, wie bereits in der Produktbezeichnung versteckt, eine Speicherkapazität von 250 GB. Sie wird vom Hersteller selbst mit einer sequenziellen Lesegeschwindigkeit von bis zu 3200 MB pro Sekunde beworben. Die Schreibgeschwindigkeit hat bei 1500 MB pro Sekunde ihr Maximum, ebenfalls sequenziell. Des Weiteren hebt der Hersteller die innovative Speichertechnologie V-NAND hervor.

Es folgt ein Vorstellungsvideo welches wir auf Youtube gefunden haben:


Einbau der Internen SSD

Beim Auspacken liegt alles im Erwartungsbereich. Die Verpackung ist sicher und wirkt hochwertig, die Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW selbst hat ein ansprechendes Design – soweit das bei internen Bauteilen eben möglich ist. Sie hat übrigens eine Länge von 8 cm. Das muss beim Einbau berücksichtigt werden, denn nicht jeder hat bei seinem M.2 Port ausreichend Platz.

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW im eingebauten Zustand

Der Einbau selbst hat sich bei uns als sehr schwierig herausgestellt. Das Problem war vor allem die fehlende Schraube. Ein Ärgernis, denn dabei handelt es sich um einen Cent Artikel, dessen Beilage man eigentlich erwartet hätte. Wir wurden von der fehlenden Schraube ebenso überrascht, wie die vielen Kunden auf Amazon, was wir leider erst zu spät gelesen haben.

Insgesamt hat der Einbau der Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW bei uns damit etwa 1 Stunde verschlungen, alleine wegen der Suche nach einer passenden Schraube im Internet und daraufhin im Werkzeugkasten. Softwareseitig ist die Einrichtung kein Problem, das Betriebssystem Windows 10 erkennt die SSD an unserem Asus Prime B350-PLUS Mainboard sofort. Das Mainboard hat übrigens eine NVMe Schnittstelle, sodass wir die vollen Geschwindigkeiten wie von Samsung beworben messen können sollten.


Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW Interne Solid State Drive (250GB)
  • V-NAND-Speichertechnologie mit 48 Schichten
  • Bis zu 3.200MB/s sequentielle Lese- und 1.500MB/s Schreibgeschwindigkeit
  • 3 Jahre beschränkte Garantie

Praxistest der Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW (250gb)

Zur Messung haben wir die beiden Tools SSD-Z und AS SSD Benchmark genutzt. Während das erstere Tool insbesondere zum Auslesen von Informationen sehr hilfreich ist, dient letzteres zum Messen der realen Geschwindigkeit. Im Folgenden sind die beiden Screens zu sehen.

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW im AS SSD Benchmark

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW im AS SSD Benchmark

Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW in SSD-Z

Insbesondere die hohe Lesegeschwindigkeit ist für uns von Vorteil, da das Bearbeiten von Videos nun deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt. Rein subjektiv haben wir ebenfalls eine Verbesserung feststellen können, wenngleich diese nur minimal ist. So erhoffen sich manche zum Beispiel kürzere Ladezeiten beim Gaming. Wir hatten bisher eine SSD mit SATA3 verbaut und die Ladezeiten waren damit schon relativ kurz. Jedoch dennoch verbesserungswürdig.

In der Praxis stellte sich aber heraus, dass die Ladezeiten im Gaming durch den Einbau einer noch schnelleren SSD, nämlich dieser hier, nicht signifikant sinken. Subjektiv würden wir sagen, dass eine Verringerung um etwa 5 % spürbar ist, gemessen haben wir das allerdings nicht. Die Spiele, bei denen wir das so empfanden, waren WatchDogs 2 und Anno 2070. Wegen kürzerer Ladezeiten würden wir die Festplatte nicht kaufen.

Alles in allem können wir die Samsung 960 EVO MZ-V6E250BW ebenso empfehlen wir den grundsätzlichen Wechsel zum M.2 Port, jedoch nur dann, wenn auch eine NVMe Schnittstelle vorhanden ist. Nur so reizt man den Geschwindigkeitsvorteil gegenüber einer normalen SATA3 SSD auch tatsächlich aus. An die beworbenen Geschwindigkeiten kommt man hingegen nicht heran.

Hier ein umfangreicher technischer Test von TechSpot:

Sie suchen nur Speicherplatz und weniger Geschwindigkeit? Dann empfehlen wir Ihnen eine Wlan Festplatte bzw. eine externe Festplatte. Details zu NVMe gibt es im Wikipedia-Artikel: Link.