Kontrastverhältnis: Definition & Erklärung

Wir haben bei unseren Produktvergleichen, zum Beispiel für Fernseher oder Monitore, immer wieder von dem Begriff Kontrastverhältnis gehört. Viele wissen, dass damit eine Eigenschaft des Fernsehers beschrieben wird.

So mancher hat sicher auch schon einmal mit der Einstellung „Kontrast“ herumgespielt und gemerkt, dass das Bild sich verändert. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, was genau es mit dem Kontrastverhältnis auf sich hat, insbesondere im Zusammenhang mit Monitoren und Fernsehern. Außerdem erfahren wir, wie sich das Kontrastverhältnis berechnen lässt bzw. wie man es bestimmen kann.

Kontrastverhältnis

Kein kontrastreiches Bild



Kontrastverhältnis bei einem Monitor

Das Kontrastverhältnis ist ein Faktor, der die Qualität eines Bildes maßgeblich beeinflusst. Ein guter Kontrast sorgt dafür, dass Sie Texte besser lesen können. Sie werden deutlicher dargestellt. Der Kontrast hat etwas mit der Helligkeit zu tun. Jedoch ist es nicht die absolute Helligkeit – dafür gibt es schließlich einen besonderen Regler in den Einstellungen. Der Kontrast beschreibt einen Helligkeitsunterschied in Abhängigkeit der dargestellten Farben!

Man schaut sich dabei die beiden Extreme an: Schwarz und Weiß. Ein guter Monitor kann große Helligkeitsunterschiede bei Schwarz und Weiß darstellen. So langsam wird eventuell klar, was das Kontrastverhältnis aussagt. Sie wollen bei Ihrem Monitor den Kontrast einstellen? Dann finden Sie hier ein Testbild: Link

Kontrast ist ein Helligkeitsunterschied

Wir springen mit einem Beispiel in die Theorie: Ein Kontrastverhältnis von 1000:1 sagt aus, dass der Bildschirm einen weißen Punkt 1000 Mal heller darstellen kann als einen schwarzen.


Welche Panele haben einen guten Kontrast?

Es gibt mehrere unterschiedliche Techniken für die Bilddarstellung. Bei den Bildschirmen sind das Röhren und Panele, bei Beamern sind es Spiegel und Lampen sowie die Leinwand. Beschränken wir uns auf die Panele: Einen sehr guten Kontrast bieten beispielsweise IPS Panele. Die haben auch eine gute Blickwinkelstabilität. Jedoch sind sie teuer. Dasselbe gilt erst recht für OLED Panele. LCDs sind günstiger, haben jedoch schlechtere Bildeigenschaften.

Hier ein Video, welches das Kontrastverhältnis bei Beamern erklärt:


Was ist ein dynamischer Kontrast?

Der dynamische Kontrast ist nicht das gleiche, wie das Kontrastverhältnis. Ein dynamischer Kontrast passt die Helligkeit bei vielen dunklen Pixeln nach unten, bei vielen hellen nach oben, an. Bei einem statischen Bild macht ein dynamischer Kontrast also nichts anderes, als zu schauen, ob viele helle Pixel im Bild sind. Wenn ja, dann wird die Helligkeit erhöht.

Kontrastverhältnis

Ein kontrastreiches Bild

Der maximal darstellbare Helligkeitsunterschied zwischen einem schwarzen und weißen Pixel bleibt aber gleich – das Kontrastverhältnis ändert sich pro Bild also nicht. Bei mehreren Bildern aber schon! Von einem dynamischen Kontrast hat man folglich nur etwas, wenn man einen Film anschaut. Es entsteht ein subjektiv besserer Eindruck.

Ein kleiner Unterschied ist bei reinen LED Bildschirmen zu sehen. Denn hier haben nicht alle Pixel eine gemeinsame Hintergrundbeleuchtung. Stattdessen leuchtet jeder Pixel selbstständig. Das heißt, dass der dynamische Kontrast auch beim statischen Bild gilt. OLED Bildschirme sind ein Beispiel dafür. Die Kontrastwerte können hier bis zu 1.000.000 zu 1 reichen!

Kontrast ist nicht alles

Ein hoher Kontrast ist zwar sehr gut und sorgt für ein natürliches Aussehen der Bilder, doch beim Kauf müssen Sie auch noch andere Aspekte beachten. Die Helligkeit beispielsweise spielt bei Bildschirmen und Beamern für den Außenbereich eine große Rolle. Auch die Bildwiederholfrequenz ist wichtig, denn sie gibt an, wie flüssig das Bild wiedergegeben wird.

Für Gamer ist zudem die Reaktionszeit des Monitor von Belang. Je geringer, desto kleiner ist die Verzögerung zwischen dem Bildsignal der Grafikkarte und der eigentlichen Darstellung auf dem Bildschirm. Das sind auch wichtige Kriterien in unseren Vergleichen.

Leider in Englisch, aber dafür ein sehr gutes Video, welches das Kontrastverhältnis (engl. „contrast ratio“) erklärt: