Glasfaserkabel: Funktionsweise, Geschwindigkeit & Kosten

Ein Glasfaserkabel ist ein Kabel, welches zur Übertragung von Information dient. Als Transportmedium wird dabei Licht genutzt. Deshalb spricht man auch von Lichtwellenleitern oder Lichtleitkabeln.

Der Vorteil gegenüber konventionellen Kabeln ist die höhere Übertragungsgeschwindigkeit und die nicht vorhandene gegenseitige Beeinflussung mehrerer Signale im Kabel und von außen. Nachteile sind wiederum der Preis und die Kompatibilität.


Wie ist ein Glasfaserkabel aufgebaut

Ein Lichtwellenleiter besteht in der Regel aus mehreren Glasfasern. Diese sind ummantelt von einer schützenden Isolierung. Die darf jedoch viel einfacher ausfallen als bei herkömmlichen Kupferkabeln: Denn anders als beispielsweise beim CAT 5-8 Standard für Ethernet-Kabel braucht man keine Abschirmung vor elektromagnetischen Wellen bzw. Signalen von außen.

Dasselbe gilt für eine Isolierung gegen elektrischen Strom. Es bedarf lediglich einer Ummantelung, die lichtundurchlässig für die Wellenlänge ist, bei der im Kabel Informationen übertragen werden.

Glasfaserkabel

ST-Stecker

Die Lichtwellenleiter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit verschiedenen Steckern. Die meisten kennen Ihn beispielsweise vom TOSLINK-Stecker zur Übertragung von digitalen Audio-Signalen beim Receiver.


Glasfaserkabel anschließen: Spleißen

Unter dem Begriff „spleißen“ versteht man eine Verbindungstechnik im Bereich der Fernmeldetechnik für Glasfaserkabel oder auch elektrische Leitungen. Jedoch ist das Spleißen elektrischer Kabel deutlich einfacher als das von Glasfaserkabeln.

Während elektrische Kabel einfach „verdrillt werden“ und nach dem Umklappen durch eine Isolation zu schützen sind, müssen Glasfaserkabel optisch verbunden werden – möglichst ohne Verlust der Signalintensität. Es gibt 3 Möglichkeiten, das zu tun:

  1. Crimp-Spleißen
  2. Klebe-Spleißen
  3. Fusions-Spleißen

Ersteres beschreibt das Spleißen mit Hilfe spezieller Crimps. Dabei wird weder ein Klebstoff noch eine thermische Verbindung benötigt. Stattdessen gelingt die Verbindung rein mechanisch über einen besonderen Crimp. Diese sind zwar teuer, aber dafür ist die Verbindung schnell gemacht und sofort einsatzbereit.

Das Klebe-Spleißen beschreibt die Verbindung zweier Lichtwellenleiter mit Hilfe von einem Klebstoff. In der Regel ist das ein klares Epoxydharz, welches eine optisch durchgehende Verbindung zwischen den beiden Kabeln herstellt. Diese Verbindungstechnik muss erst eine Zeit lang aushärten, ehe die Verbindung genutzt werden kann.

Das thermische Spleißen, bzw. das Fusions-Spleißen, beschreibt das stoffliche Verbinden der Kabel. Diese werden mit Hilfe von Hitze miteinander verschmolzen. Das ist angesichts der Schmelztemperaturen von Glas zwischen 700 °C und etwa 1500 °C ein technisch aufwendiges Unterfangen. Entsprechend teuer sind die Ausrüstung und damit letztlich auch das Verbinden. Dafür ist die Verbindung sofort einsatzbereit und bietet auch auf Dauer keinerlei Nachteile. Ein Video dazu:

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Tiefergreifende Informationen und physikalische Hintergründe im Wiki

Warum leiten Glasfasern überhaupt Licht? Dahinter steckt das Prinzip der Totalreflexion, welches man sich hier zu Nutze macht. Wenn Sie genauere Informationen wünschen, empfehlen wir Ihnen das Studium des entsprechenden Wikipedia-Artikels: Link.

Glasfaserkabel: Geschwindigkeiten

Das Glasfasernetz für zu Hause kann realistisch gesehen Geschwindigkeiten bis zu 1 Gbit/s anbieten. Das wird auch in naher Zukunft bereits der Fall sein. Aktuell gibt es schließlich bereits Verträge mit 200 Mbit/s. Unter Laborbedingungen erreichten Forscher in Großbritannien zuletzt eine Datenübertragungsrate von 73,7 Tbit/s (Link)! Glasfaserkabel sind in Zukunft wahrscheinlich auch im Heimnetzwerk anzutreffen.

Tipp: Alternativ zum Verlegen von Glasfaser- oder CAT-Kabeln für das Internet können Sie sogenannte Wlan-Steckdosen verwenden, um das Wlan-Netz auszubauen.

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