Diese Diascanner wurden von Stiftung Warentest geprüft

Wir haben recherchiert und alle bisherigen Diascanner Prüfberichte der Stiftung Warentest herausgesucht. Leider sind sämtliche Tests schon sehr alt und daher nicht mehr besonders hilfreich. Ich bin gespannt, ob hier bald mal wieder ein aktueller Diascanner untersucht wird. 

Stiftung Warentest analysiert Reflecta DigitDia 4000 (2005)

Die Stiftung Warentest hat den Diascanner Reflecta DigitDia 4000, gründlich getestet. Veröffentlicht wurde der Beitrag am 24. Februar 2005 .

Das sagt die Prüforganisation: Dieses Gerät, das für seine Fähigkeit bekannt ist, vollständige Magazine mit bis zu 100 Kleinbilddias automatisch zu scannen, bietet eine hohe Auflösung von 3600 dpi und eine Farbtiefe von 48 Bit, was es ideal für die Digitalisierung umfangreicher Dia-Archive macht.

Der Scanner zeichnet sich durch seine Effizienz in der automatischen Verarbeitung aus, allerdings stellte die Stiftung Warentest auch einige Einschränkungen fest. So erfolgt die Kalibrierung des Scanners nur einmal vor dem ersten Dia, was bei umfangreichen Scanaufgaben zu Schwierigkeiten führen kann. Besonders problematisch sind dünne Papprahmen, die den Transportmechanismus oft blockieren und so den automatisierten Prozess stören können.

Für Dias, die alt, verschmutzt oder verblasst sind, empfiehlt die Stiftung Warentest, diese einzeln zu scannen und dabei die hochwertigen Fehlerkorrekturverfahren des Scanners zu nutzen. Diese Verfahren, darunter ICE (Image Correction and Enhancement) zur Beseitigung von Staub und Kratzern, GEM (Grain Equalization & Management) zur Kornreduzierung und ROC (Restoration of Colors) zur Farbrestauration, verbessern die Qualität der Scans deutlich, benötigen jedoch etwa fünf Minuten pro Dia.

Mit einem Preis von rund 1.000 Euro richtet sich der Reflecta DigitDia 4000 an professionelle Anwender und ernsthafte Hobbyisten, die eine leistungsstarke Lösung für die Digitalisierung ihrer Dia-Schätze suchen. Trotz einiger Herausforderungen bei der Handhabung bestimmter Dias überzeugt der Scanner durch seine grundsätzliche Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

Meine Meinung:
Da der Test des Reflecta DigitDia 4000 durch die Stiftung Warentest bald 20 Jahre zurückliegt, hat er heute kaum noch Relevanz. Die technologische Entwicklung im Bereich der Digitalisierung hat seitdem erhebliche Fortschritte gemacht, weshalb aktuellere Modelle und Tests für eine Kaufentscheidung herangezogen werden sollten.

Kurzbericht aus dem Jahr 2010

Die Stiftung Warentest im Jahr 2010 Diascanner getestet, um zu bewerten, wie gut sie alte Fotos und Dias digitalisieren können.

Das sagt die Prüforganisation: Im Test waren drei Diascanner, drei Flachbettscanner, ein Diaduplikator und zwei Dienstleister. Überraschenderweise schnitten die Flachbettscanner Canon Canoscan Lide 700F für 120 Euro und Epson Perfection V600 für 305 Euro besonders gut ab. Sie überzeugten sowohl bei Dias als auch bei Negativen und Papierbildern. Der hochpreisige Reflecta Digitdia 5000 für 1.170 Euro wurde für die Massendigitalisierung empfohlen, während der Plustek Opticfilm 7600i Ai für 445 Euro mit seiner automatischen Optimierung gute Ergebnisse lieferte. Die Tester merkten an, dass das Auslagern der Scanaufgaben an Dienstleister viel Arbeit und je nach Umfang auch Kosten sparen kann.

Meine Meinung:
Auch dieser Prüfbericht ist über 10 Jahre alt und kann meiner Meinung nach heute nicht mehr als Ratgeber dienen. Die meisten Geräte, die dort genannt wurden, sind inzwischen durch nachfolge Versionen ersetzt worden.

Schnelltest des Norma Dia-Scanners (2011)

Norma hat am 24. August 2011 einen Film-und-Dia-Scanner, den Jay-tech FS 170, für rund 60 Euro angeboten.

Das sagt die Prüforganisation: Ursprünglich für etwa 100 Euro erhältlich, scannt dieses Gerät Dias und Negative nicht durch traditionelles Scannen, sondern durch Fotografieren mittels eines CMOS-Sensors. Dieses Verfahren beschleunigt den Digitalisierungsprozess erheblich, da ein Bild in nur wenigen Sekunden entsteht.

Die Bildqualität des Scanners ist generell passabel und in einigen Fällen sogar gut, obwohl kontrastreiche Fotos nicht optimal dargestellt werden und die Farben manchmal unnatürlich wirken. Eine Schwäche des Geräts ist das Beschneiden der Bilder, wobei wichtige Bildinformationen am Rand verloren gehen. Die Handhabung des Scanners ist einfach, erfordert jedoch Geduld bei der Verarbeitung vieler Dias. Für Gelegenheitsnutzer, die keine hohen Ansprüche an die Scan-Qualität stellen, bietet der Scanner ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Meine Meinung:
Ein solider Beitrag der Stiftung Warentest, aber aufgrund des Alters sollte man sich heute nicht mehr daran orientieren.
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Oliver Bechstein
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